Von der Glühbirne zur LED

Licht ist ein wesentlicher Faktor unseres Lebens. Es beeinflusst unsere Gefühlswelt ebenso wie unsere Leistungsfähigkeit. Klassische Glühbirnen begleiten schon seit 1879 die Menschen. Leider sind sie wahre Energieräuber, weil mehr als 95 % der aufgenommenen Energie nicht in Licht sondern Wärme verwandelt werden.

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen brachten zwar eine Effizienzverbesserung, aber auch wichtige Nachteile, wie direkte Gesundheitsgefahr bei Bruch und Entsorgungsprobleme.

Seit einigen Jahren ist klar, die Lichtquelle der Zukunft werden LEDs sein.

Die 3 Buchstaben stehen übrigens für Licht emittierende Diode.

Häufig gestellte Fragen zur Lichtqualität von LEDs*

Stimmt es, dass LEDs keine gute Farbwiedergabe haben und sich deshalb für die Allgemeinbeleuchtung nur begrenzt eignen?

Nein, das ist ein Vorurteil aus den ersten Tagen der LED. LEDs erreichen heute einen guten Farbwiedergabeindex (Ra/CRI) von 80 bis 90. Inzwischen werden sogar schon Werte bis zu Ra 98 erzielt – und das ist ganz nahe am Maximalwert 100, den das Sonnenlicht bietet. Hier sind LEDs also schon heute Energiespar- und Leuchtstofflampen überlegen.

Ist weißes LED-Licht nicht kalt und ungemütlich?

Auch das ist ein Vorurteil aus den Anfangstagen der LED-Technologie. Ganz im Gegenteil: LEDs sind heute in Farbtemperaturen von 2.700 (= warmweiß) bis 6.500 Kelvin (= kaltweiß) erhältlich.
Und mit speziellen Modulen kann die weiße Lichtfarbe sogar ganz nach Gusto verändert werden: kühlweißes Licht für bessere Konzentration am Morgen, warmweißes Licht für gemütliche Atmosphäre am Abend. Diese Flexibilität empfiehlt die langlebige, effiziente LED ganz besonders auch für die Allgemeinbeleuchtung in professionellen Anwendungen.

Erzeugen LEDs IR- und UV-Strahlen?

Nein, LEDs erzeugen keine Infrarot- und Ultraviolett-Strahlung. Wärme entsteht auf der Ebene der Platine, wird aber nicht in Richtung des zu beleuchtenden Objektes abgestrahlt. So können empfindliche und kostbare Gegenstände in Museen oder Shops schonend und zugleich eindrucksvoll beleuchtet werden.
Wichtig ist jedoch zu wissen, dass jede Art von sichtbarem Licht eine Strahlung darstellt – auch wenn diese frei von IR- und UV-Strahlen ist. Im Bereich Museum wäre es also kritisch zu sagen, die Beleuchtungsstärke könnte nun nach Belieben erhöht werden. Richtig ist jedoch, dass eine Beleuchtung mit LEDs sehr viel schonender
ist als eine Beleuchtung mit den häufig eingesetzten Niedervolt-Halogenlampen.

* Quelle: „Lichtwissen 17“ herausgegeben von der Fördergemeinschaft gutes Licht